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Historie

Die Landbäckerei Hakenbeck stellt sich vor:

Es war einmal ein junger Bäckerbursche namens Ferdinand Reiß. Er arbeitete in Lohme auf Rügen und hatte einen Traum - den Traum von einer eigenen kleinen Bäckerei.

Die Landbäckerei Hakenbeck hieß vorher Bäckerei Pomplun. Inhaber war der Bäckermeister Ottomar Pomplun. Bei ihm ging Johanna Fehmer (1.Generation unserer Bäckerei) 1934 arbeiten. Bäckermeister Pomplun kaufte sich einen DKW, hatte jedoch keinen Führerschein. So kam es, das er einen Bäckergesellen suchte. Auf der Insel Rügen las der Bäckergeselle Ferdinand Reiß eine Anzeige in der Zeitung: “Bäckerei Pomplun sucht Bäckergesellen mit Führerschein.“ Ferdinand Reiß machte sich auf den Weg nach Friedrichswalde und wurde prompt eingestellt. Dort lernte er die hübsche Johanna Fehmer kennen und lieben. Im Jahre 1937 heiratete er seine Johanna. Mit dem Krieg kam dann auch eine schwere Zeit für die Bäckerei. Der Bäckergeselle Ferdinand wurde eingezogen und Johanna arbeitete in der Försterei Wucker.

 

Nach Kriegsende arbeitete Ferdinand Reiß im Sägewerk und er machte in Angermünde seinen Bäckermeister. Mit seiner Frau Johanna Reiß pachtete er 1948 die Bäckerei Bötcher. Das war eine von drei Bäckereien in Friedrichswalde. Familie Reiß hatte immer noch sehr guten Kontakt zur Bäckerei Pomplun. So ergab es sich, das sie die Bäckerei Pomplun 1953 auf Rentenbasis übernommen haben. Sie trug nun den Namen Bäckerei Reiß. Ferdinand und Johanna Reiß hatten mittlerweile zwei Töchter, Edith und Sabine. Im Jahre 1957 nahm Ferdinand einen Lehrling auf. Sein Name: Achim Hakenbeck. Er lernte drei Jahre bei Ferdinand das Bäckerhandwerk. Oft schlich er sich mit seinem Meister in die Räucherkammer um leckere Bratwürste zu holen, die hervorragend zu den frischen Brötchen schmeckten. Im Jahre 1960 waren die drei schönen Lehrjahre für Achim Hakenbeck in der Bäckerei Reiß vorbei und er ging seine eigenen Wege.

 

Nun war es Bäckermeister Reiß, der einen Gesellen suchte. Lange brauchte er dafür nicht zu überlegen, wer dafür in Frage kam. Er selbst hatte ihn ja ausgebildet und wusste was er kann. Also machten sich Ferdinand und Johanna Reiß 1965 auf den Weg nach Eberswalde, wo Achim Hakenbeck mit seiner Mutter wohnte. Aber was mussten sie dort erfahren? Er hatte bereits in Berlin eine Stelle angenommen. Seine Mutter erwähnte das Gespräch mit dem Bäckermeister in einem Brief an Achim. Aus welchen Gründen auch immer, Achim kam zurück zu seinem Meister und fing in der Bäckerei Reiß an zu arbeiten. Nicht nur das! Im Jahre 1970 heiratete er die Tochter Sabine seines Meisters. Jetzt war es nicht nur sein Meister, sondern auch sein Schwiegervater.
Beide Töchter arbeiteten in der Bäckerei mit. Tochter Sabine ist heute noch in der Landbäckerei Hakenbeck tätig.
Tochter Edith heiratete 1960 den Großbauern Arthur Holz und war bis 1995 in der Landbäckerei Hakenbeck tätig. Heute ist sie glückliche Rentnerin. Achim und Sabine bekamen zwei Kinder, Bernd und Thomas. Es folgte 1979 ein schwerer Schicksalsschlag für den Familienbetrieb. Der plötzliche Tod von Bäckermeister Ferdinand Reiß riss ein großes Loch in die Bäckerei. Johanna nahm von 1979 bis 1980 das Witwenjahr und übergab am 01.01.1980 die Bäckerei Reiß an Achim und Sabine.

Der Name der Bäckerei änderte sich nun ein zweites mal zur heutigen Landbäckerei Hakenbeck. Auch die beiden Söhne von Achim und Sabine erlernten das Bäckerhandwerk. Bernd machte außerdem 1998 seinen Bäckermeister in Berlin. Am 01.01.2002 übergaben Achim und Sabine die Bäckerei an ihren Sohn Bernd, der sie nun in dritter Generation weiter führt. Beide Söhne sind verheiratet und haben jeweils zwei Kinder. Mal sehen, wer als nächstes den erschwerlichen Weg des Bäckerhandwerkes weitergeht. Wir hoffen, wir konnten ein wenig Einblick in unsere Familiengeschichte geben.

Einen schönen Aufenthalt, sowie einen schönen Einkauf in unserer Bäckerei wünscht Ihnen das Team des Familienbetriebes Hakenbeck!

 

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